Studierende erleben Fischereimanagement
6. Dezember 2017, von CEN Universität Hamburg

Foto: H. Schwermer
Wie funktioniert Fischereimanagement in der Europäischen Union? Studentinnen des Masterstudiengangs ‚Marine Ökosystem- und Fischereiwissenschaften‘ besuchten für drei Tage den Sitz der Europäischen Union in Brüssel.
Wie funktioniert Fischereimanagement in der Europäischen Union? Studentinnen des Masterstudiengangs ‚Marine Ökosystem- und Fischereiwissenschaften‘ besuchten für drei Tage den Sitz der Europäischen Union in Brüssel.

Gemeinsam mit 15 Studentinnen hat CEN-Forscher Prof. Christian Möllmann den Sitz der EU in Brüssel besucht. Die Fahrt ist bereits seit mehreren Jahren Teil des Studiengang-Moduls „Advanced Fisheries Science“ und ermöglicht den Studierenden einen Einblick in die Praxis des Fischereimanagements. So erläuterte die EU-Abgeordneten Ulrike Rodust den Besucherinnen die Arbeitsweise des Fischereiausschuss im EU-Parlament. Außerdem besuchten die Studentinnen auch eine Sitzung der Generaldirektion ‚MARE‘ der EU-Kommission, die für EU-Politik in den Bereichen maritime Angelegenheiten und Fischerei zuständig ist.

„Der Schwerpunkt unseres Kurses liegt neben dem Fischereimanagement in diesem Jahr vor allem auf der kürzlich beschlossenen Reduzierung der Fangquoten für den Dorsch in der Westlichen Ostsee“, erklärt Christian Möllmann. „Aus diesem Beschluss haben sich vielfältige Konflikte zwischen Wissenschaft, Nichtregierungsorganisationen (NGO), der kommerziellen Fischerei und Angelfischerei ergeben. Durch den Besuch in Brüssel können die Studierenden erleben, wie solche Konflikte auf politischer Ebene verhandelt und die verschiedenen Interessen repräsentiert werden.“ Neben den politischen Ausschüssen trafen sich die Studentinnen dafür auch mit den NGOs ‚Seas at Risk‘ und ‚Europe Angler Association‘, die mit dem Konflikt in der Ostsee vertraut sind. Ein Besuch im ‚Parlamentarium‘, dem Museum des Parlaments in Brüssel, rundete die Exkursion ab.