Internationaler Austausch über Umweltprobleme der chinesischen Küstengewässer
29. August 2016, von CEN Universität Hamburg

Foto: Xuanzheng Yuan, Qianguo Xing
Menschengemachte Umweltprobleme sind Herausforderungen in vielen Ländern der Erde. Den aktuellen Zustand der Küstengewässer in China und Deutschland erörtern vom 30. August an rund 40 Wissenschaftler beider Staaten in Hamburg. Im Rahmen des Sino-German Workshops 2016 sollen drei Tage lang Fragen zu neuartigen Schadstoffen im Allgemeinen sowie Öl- und Luftverschmutzung im Speziellen diskutiert werden.
Menschengemachte Umweltprobleme sind Herausforderungen in vielen Ländern der Erde. Den aktuellen Zustand der Küstengewässer in China und Deutschland erörtern vom 30. August an rund 40 Wissenschaftler beider Staaten in Hamburg.
Im Rahmen des Sino-German Workshops 2016 sollen drei Tage lang Fragen zu neuartigen Schadstoffen im Allgemeinen sowie Öl- und Luftverschmutzung im Speziellen diskutiert werden. Die Forscher stellen außerdem neue Entwicklungen im Bereich der Beobachtungs- und Modelliertechniken sowie Konzepte zur Bewertung des Umweltzustandes vor. Ausrichter des Workshops sind das Institut für Küstenforschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG) und das Yantai Institut für Küstenzonenforschung (YIC) der Chinesischen Akademie der Wissenschaften.
Ein Schwerpunkt des Workshops ist die Gegenüberstellung der jeweiligen Belastungsentwicklung in China und Europa. Umweltprobleme wie Algenblüten, die beispielsweise in Deutschland über Jahrzehnte hinweg auftraten, konnten durch geeignete Maßnahmen teils gelöst oder verbessert werden. Ähnliche Herausforderungen werden nun vermehrt in China beobachtet – teils in deutlich höherer Geschwindigkeit und mit extremen Belastungswerten. Ziel ist es, bereits erfolgreiche Lösungsansätze auf andere Gebiete zu übertragen und vor Ort vielversprechend anzuwenden.
Relevanz der Küstengebiete
Algenblüte im Gelben Meer in China. (Bild: Xuanzheng Yuan, Qianguo Xing)
Bereits heute lebt etwa die Hälfte der Menschheit in der Nähe von Küstengebieten. Die wirtschaftliche Entwicklung am Beispiel China ist hoch: Industrieproduktion, Häfen und die Bevölkerung wachsen rasant. Dies gilt insbesondere für Megacitys wie Shanghai, Hongkong und Guangzhou, die an den Flussmündungen des Yangtze und dem Perlstrom liegen. Allein in diesen chinesischen Ballungsräumen an der Küste leben etwa so viele Menschen wie in ganz Deutschland. „Diskussionen zum Nutzen und gleichzeitigen Schutz dieser Gebiete sind dementsprechend wichtig, der internationale Austausch von bedeutender Relevanz“, sagt Prof. Kay-Christian Emeis, Leiter am Institut für Küstenforschung des HZG und Organisator des Workshops.
Im Fokus stehen Einträge von Schadstoffen und Nährstoffen in die Küsten- und Meeresökosysteme. Neben der Luftverschmutzung stellen sie in den großen Städten ein besonders drängendes Problem der chinesischen Umweltpolitik dar.
Elf Forschungseinrichtungen beteiligt
Neben dem YIC kommen weitere chinesische Forscher von der Qingdao-Universität, der staatlichen Meeresüberwachungsbehörde in Dalian, vom Fischereiforschungsinstitut für das Gelbe Meer und der Xiamen-Universität nach Hamburg. Von deutscher Seite sind neben dem Institut für Küstenforschung des HZG auch das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung, das Leibnitz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW), das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), das Johann Heinrich von Thünen-Institut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei sowie das Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit (CEN) der Universität Hamburg beteiligt.
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